Sabine Elender
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Es gab und gibt nichts Schöneres für mich, als in das Reich der Farben und die Natur einzutauchen und schöpferisch tätig zu sein. Freude macht mir nahezu alles, was mit Natur, Farben und Künstlerischem zusammenhängt.

Während meiner Schulzeit arbeitete ich mich intensiv in die Fotografie ein. Ich suchte mit der Kamera auf langen Spaziergängen Orte der Stille und fand sie in der Natur. Momente der intensiven Ruhe und des Angekommen-Seins sind in einigen Fotos fast greifbar, spürbar.
Ich liebe Farben, Formen, Kontraste, Strukturen, das Spiel von Licht und Schatten, Bäume und Wasser. Spiegelungen, Reflexionen und Bewegung. Scheinbar Unbedeutendes und Widersprüchliches sind meine Themen.
Träume, Fantasie, Gegenwärtiges und Rückschau geben mir immer wieder Impulse für meine Arbeiten. Wachsen, Werden, Blühen und Vergehen waren und sind immer wiederkehrende Themen für mich. Und die Suche nach dem, was hinter dem Sichtbaren oder von diesem verborgen sein könnte.

Mein Traum vom Kunststudium wurde von den Eltern entschlossen in einen kaufmännischen Beruf umgeleitet. Mit der mir eigenen Gewissenhaftigkeit führte ich das für mich Ausgesuchte jahrzehntelang aus. Zielstrebig, rücksichtslos gegen mich selbst und gründlich, so war ich gestrickt. Ich habe früh Karriere gemacht und viel Energie verbraucht für den ungeliebten Beruf. Ich wollte unbedingt funktionieren und durchhalten.
So verbrauchte ich im Laufe der Jahre eine Menge Kraft und hatte gleichzeitig nichts, womit ich meine sich leerenden Reserven auffüllen konnte, denn es blieb mir keine Zeit für Hobbies, Freunde, Ausspannen oder mal in Ruhe nachdenken.
Bis ich nicht mehr konnte. Nicht arbeiten, nicht frei haben, nicht ohne Schmerzen sein. Von einem Tag auf den anderen ging nichts mehr. Ich konnte nicht fassen, dass ich nicht mehr funktionierte. Jahrzehntelang hatte ich meine Grenzen in unverantwortlichem Maße überschritten.

Mit dem Wegfallen üblicher Routinen, Beschäftigungszenarien und Ausweichmanövern begann eine Zwangspause von allen üblichen Verpflichtungen. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Zeit, nachzudenken. Über mich. Über meinen Beruf. Über mein bisheriges Leben. Und ich hatte Fragen, viele Fragen und nur vage oder widersprüchliche Antworten.
Angeleitet von inneren Bildern fand ich meinen Weg zurück zur Malerei über die spontane Kritzelei mit Bleistiften. In den selbst gezeichneten oder mit Farbstiften, Kreiden oder Acryl geschaffenen Bildern konnte ich ausdrücken, wo Worte ihre Grenzen fanden.
Das Arbeiten mit dem Werkstoff GLAS hat mich ganz für sich eingenommen und mich ähnlich fasziniert wie als Kind die bunten Glasmurmeln. Ich arbeitete mit Glasplatten in Tiffany-Art, mit Glassplittern in Mosaiktechnik und mit Glasperlen - bis heute.
Ich erkannte, dass ich damit einen Schatz besaß, der mir helfen konnte, eine schwere Wegstrecke zu gehen. Sensibel und offen für Stimmungen, konnte ich Gefühle sichtbar werden lassen. So verschmolzen Träume, Mystisch - Magisches, Erlebtes und Verdrängtes miteinander.

Nach vielen Jahren und langer Recherche in meinem Leben nahm ich den Faden mit der Fotokamera wieder auf. Also arbeitete ich mich in die digitale Fotografie umfassend ein, was auch die Arbeit am PC mit Bildbearbeitungsprogrammen einschloss.

Irgendwann wandte ich mich mit der Kamera den Menschen zu. Fokus wurde der Mensch in seinem Alltag, allein mit sich selbst, geborgen oder einsam im Kontakt mit anderen Menschen, verlassen und enttäuscht, in seinem Glück, mit seinen Schmerzen, seiner Wut und Trauer. Umschlossen von Menschenmassen, und trotzdem allein. Individualität real und gleichzeitig schmerzhafte Illusion.
Es war Spiegel von mir selbst. Der Wunsch nach Freiheit: ein Trugschluss. Bindungen überall. Die Kunst, sich damit zu arrangieren: Eine schwierige Aufgabe. Das Lebensfazit: Ich wurde, wie man mich presste. Später im Leben traf ich oft mir wesensfremde Entscheidungen. Eigenverantwortlich. Aber meine Flügel, mit denen ich geboren wurde, habe ich mir nicht selbst herausgerissen.

Geblieben ist viel Dunkelheit. Der schwarze Hund ist oft neben mir. Weg ist er nie, verbirgt sich nur in einer Ecke meines Bewusstseins. In hellen Zeiten stelle ich meinen Glasperlenschmuck aus. Nicht oft. Mehr geht nicht. Zu viel, zu laut, zu chaotisch. Die andere Seite der Hochsensibilität.
Wenn ich im Garten arbeite, fühle ich mich gut. Zeitlich begrenztes Glücklichsein. Das sind Momente, in denen ich mich lebendig fühle.

Vielleicht ist alles gut so, wie es gekommen ist. Ohne diesen beruflichen Bruch, der auf dem Boden von uralten Verletzungen fußte, hätte ich mich noch stärker auf das Äußere, den Schein, auf Geld und Status fixiert. Und wer will allein damit glücklich werden?







Ich glaube, das größte Geschenk, das ich von jemandem bekommen kann, ist,
dass er mich sieht, mir zuhört, mich versteht und mich berührt.

Das größte Geschenk, das ich einem anderen Menschen machen kann, ist,
ihn zu sehen, ihm zuzuhören, ihn zu verstehen und ihn zu berühren.

Wenn das gelingt, habe ich das Gefühl, dass wir uns wirklich begegnet sind.

Virginia Satir







manchmal ist dein weg
in den himmel geschrieben
und von milliarden sternen
leuchtet dir einer

manchmal sind es umwege
die dich ans ziel bringen
und wunderbar entkommst du
dem ränkespiel des tyrannen

manchmal verweht der sand die spuren
denen du folgtest
aber ein traum weist dir den weg
zurück in dein land


Klaus Nagorni




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    Wenn das Leben keine Vision hat,
nach der man strebt,
nach der man sich verzehrt,
die man verwirklichen möchte,
dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

Erich Fromm