Sabine Elender
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Jahreszeiten - Gang durch ein Kalenderjahr

Feste - Brauchtum - Religiöses - Herkunft - Bedeutung



Januar
Dreikönige
Februar
Valentinstag
Fasching
Fastenzeit
März
April
Walpurgisnacht
Palmsonntag
Karfreitag
Ostern
Ostersymbole
Weisser Sonntag
Mai
Muttertag
Himmelfahrt
Pfingsten
Dreifaltigkeitssonntag
Fronleichnam
Juni
Johannistag
Juli
August
September
Erntedank
Oktober
Reformationstag
Halloween
November
Allerheiligen
Buß- und Bettag
Volkstrauertag
Ewigkeitssonntag
Martinstag
Dezember
Advent
Nikolaus
Weihnachten
Weihnachtssymbole
Raunächte
Silvester



Januar
Neujahr:
Papst Innozenz XII. legte 1691 fest, dass der 1. Januar der Neujahrstag sein soll. Vorher wurde der Neujahrstag am 6. Januar gefeiert, danach am 25. Dezember.
Neujahr war und ist weniger ein kirchliches als ein weltliches Fest. In Rom fanden zu diesem Anlass ausschweifende Feierlichkeiten mit Ess- und Trinkgelagen sowie Opfergaben statt. In der Bevölkerung blieben die römischen Neujahrsbräuche erhalten, als das Christentum im vierten Jahrhundert zur römischen Staatsreligion und damit zu einer Massenbewegung geworden war. Im Mittelalter wurde am Neujahrstag das "Fest der Narren" gefeiert mit Lärmen, Schreien, Schlagen (das bedeutete das Austreiben der Sünden, Krankheiten und Dämonen). In dieser Form wurde das Fest in den Fasching übernommen, denn von den Christen wurde dieses "heidnische Treiben" zunächst gänzlich abgelehnt.

Der Januar trägt seinen Namen nach Janus, der ältesten römischen Gottheit.
Er ist der Gott der Tore, des Ein- und Ausgangs. Janus hat zwei Gesichter, die in entgegengesetzte Richtungen schauen: nach hinten, in das Vergangene und nach vorn, in das Zukünftige.

Die Tagesanfänge, der erste Tag im Monat (die Kalenden) und der nach ihm benannte Monat Januar waren dem Janus geweiht. Das Hauptfest des Gottes wurde am 1. Januar begangen. Die Kultstätte des Janus befand sich im Norden des Forum Romanum und bestand aus einem heiligen Torbogen, durch den das römische Heer in den Krieg zog. Die Tore des Bogens blieben in Kriegszeiten immer geöffnet und wurden zu Beginn einer Friedenszeit geschlossen.
Die deutschen Namen des Januar sind Hartung und Jänner,
lateinisch Ianuarios, italienisch Gennaio, französisch Janvier, spanisch Enero, englisch January.

Er entspricht dem jüdischen Schebet und dem arabischen Muharrem.

Nach alter Zeitrechnung ist der Januar der 11. Monat des römischen Jahres. Im Gregorianischen Kalender ist der Januar der erste Monat des Jahres und zählt 31 Tage.
Seit 1691 bezeichnet der 1. Januar offiziell den Beginn des Jahres.

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Dreikönige

Das Epiphaniasfest ist das älteste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war. Schon um 300 wurde es im Osten gefeiert als Fest der Geburt Jesu, der Taufe Jesu, als Erinnerung an das Weinwunder zu Kana und zuletzt auch als Erinnerung an die Verklärung Jesu. Regional gab es unterschiedliche Schwerpunkte in der Feier, im Laufe der Zeit aber verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Geschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland, wodurch ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt wurde.

Das Fest ist nicht eigentlich das Fest der "Heiligen Drei Könige", sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das in dieser Welt erschienen ist:
"Epiphanie" bedeutet "Erscheinung".

Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt seit jeher auf der Taufe Jesu, bis heute feiert die Orthodoxe Kirche die Taufe Jesu, bei der sich die heilige Dreieinigkeit der Welt enthüllte. In der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi.

Am 06.Januar, dem Tag nach den Raunächten, gingen die Frauen durch die Häuser und reinigten diese indem sie sie mit Weihrauch ausräucherten und mit Weihwasser besprengten. Das sollte die bösen Geister vertreiben, oder ihnen erst gar keinen Einlass gewähren.
Anschließend schrieben sie mit weißer Kreide die Jahreszahl und die drei Buchstaben K + M + B über die Eingangstür. Diese drei Buchstaben bedeuten sowohl die Namen der "Heiligen drei Könige": Kaspar, Melchior und Balthasar,
als auch den Haussegen CHRISTUS MANSIONEM BENEDICAT (Christus segne das [dieses] Haus).
Seit dem 16. Jahrhundert ist der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die ebenfalls die Initialien C + B + M plus der Jahreszahl auf die Türen malen, nachgewiesen.


Ins Detail gehende Informationen bei www.theology.de/kirche/kirchenjahr/epiphaniasdreikoenig.php

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Februar

Der Februar war der zwölfte und letzte Monat des altrömischen Jahres, der Sühne- und Reinigungsmonat (vom lat. februare - reinigen), benannt nach dem römischen Reinigungsfest FEBRUA.

Der deutsche Name des Februar ist Hornung; italienisch Febbraio, spanisch Febrero, französisch Février, englisch February, österreichisch Feber; er entspricht dem jüdischen Sadar un.

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Valentinstag

Aus dem Kirchenlexikon:
Der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken, geht sehr weit zurück:
Im antiken Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt.

Die Legende:
Römisches Reich, 3. Jahrhundert: Trotz des Verbotes des Kaisers Claudius II, eines Gegners des Christentums, traute Mönch Valentin Liebespaare nach christlicher Tradition. Dafür wurde er am 14. Februar 269 hingerichtet.

Seit damals schenkten die Menschen einander an diesem Tage Blumen. Erst seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts verbreitete sich dieser Brauch im deutschsprachigen Raum.
St. Valentin gilt als der Schutzpatron der Liebenden, der Verlobten und der Bienenzüchter.

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Fasching

Fasching, Karneval und Faßnacht/Fasnet bezeichnen ein- und dasselbe.
Die Karnevalssaison beginnt offiziell am 11.11. um 11:11.

Es ist die Zeit des Unsinns, der Narren, der Umzüge. Eine Interpretation des Wortes Karneval ist carrus navalis, das Schiff auf dem Karren, im Sinne von "verkehrte Welt".
Es gibt in einigen Ländern Traditionen, daß an diesem Tag ein Narr (oder ein zufällig ausgewählter) König ist.
In Frankreich ist das die "Tirage du Roi", das Ziehen des Königs: derjenige, der in einem Kuchen eine 'fève' (wörtlich "Bohne", eine kleine Figur) findet, ist König.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Von Fasten daher auch das Wort Fast-Nacht, man spricht vom Fast-Nachts-Dienstag und eigentlich nie vom Fastnachtsmontag, auf französisch "Mardi gras" - Fett-Dienstag als Übergang zur kommenden fleisch/fettlosen Zeit.

Karneval/Fasching ist eine sehr alte Tradition aus vorchristlicher Zeit. Ursprünglich bedeutete das Darstellen in Masken eine Art der Bewältigung der negativen Mächte. Mit dem Ende des Winters wurden diese Geister vertrieben, das "Austreiben des Winters" war der Sieg des Frühlings.

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Fastenzeit

Die christliche Fastenzeit ( auch "Passionszeit" genannt), dauert vierzig Fastentage (ohne Sonntage), beginnt mit dem Aschermittwoch und endet mit dem Ostersamstag.
Bekannt ist sie bereits zu Beginn des 4. Jahrhunderts.
Die Gläubigen verzichteten in der alten Kirche während der Fastenzeit auf Fleischspeisen und Wein, später auch auf Milch, Butter, Käse und Eier und begnügten sich mit einer Mahlzeit am Abend. Nach alter Sitte wurde allerdings der Sonntag als Fasttag ausgenommen.
Die Fastenzeit dient der Vorbereitung und Einstimmung auf das Osterfest und ist gleichzeitig auch eine Zeit der Buße, in der wir einen sinnvollen Umgang mit den Gaben Gottes und der Schöpfung überdenken und uns an unsere eigene Verantwortung dem Leben gegenüber erinnern sollen.
Es ist eine notwendige Zeit der Besinnung und der Reinigung.
Die Zahl 40 ist ein biblisches Zeitmaß:
Jesus nahm eine vierzigtägige Gebets- und Fastenzeit auf sich, Moses war 40 Tage auf dem Berg Sinai, Elias wanderte 40 Tage zum Berg Horeb, das Volk Israels verbrachte 40 Jahre in der Wüste.
Die kirchliche Farbe der Passionszeit ist das Violett, eine königliche Farbe, um sich auf einen König vorzubereiten. Symbolisch ist violett die Farbe der Buße, des Gebetes und der Besinnung und erinnert an den Purpurmantel den Jesus zum Spott vor der Kreuzigung umgehängt bekam.

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März

Der März war bei den Römern der Monat des Gottes Mars, der erste Monat des Jahres und der Monat des Frühlingsanfanges.

In den März fällt am 21., dem Tag der Frühlings-und-Nachtgleiche, der Frühlingsanfang, nach dem sich auch das Osterfest richtet.

Im Altertum nahm man an, dass an diesem Tage der Frühlingsgleiche die Welt erschaffen worden sei. Deshalb hat Romulus, der den Römern den ersten Kalender entwarf, das Jahr mit dem März beginnen lassen.

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April

Der Monat April war bei den Römern der Aphrodite ("Aphrilis", Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit) und der ihr gleichgesetzten Venus geweiht.

Am 1. April "schicken wir Mitmenschen in den April", etwa indem wir etwas Unsinniges verlangen oder jemanden per Falschmeldung irgendwohin locken. Die Herkunft dieses seit Jahrhunderten geübten Brauches ist unklar, Wurzeln des Brauches mögen in einem im alten Rom am 1. April gefeierten Narrenfest liegen.

Nach christlicher Legende soll Judas Ischariot, der Verräter Jesu, an einem 1. April geboren worden sein oder aber sich per Strick das Leben genommen haben. Auch soll Luzifer an einem 1. April in die Hölle hinabgefahren sein.

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Walpurgisnacht

Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, gilt als die Nacht, in der angeblich die Hexen auf dem Blocksberg (eigentlich auf dem Brocken im Harz) ein großes Fest abhalten und auf die Ankunft des Teufels warten.

Historisch leitet sich die Walpurgisnacht von Frühjahrsbräuchen ab, bei denen die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern begangen wurde. Mit der Christianisierung in Deutschland wurden diese alten Bräuche als heidnisch verdammt.

Der Name Walpurgisnacht stammt von der Heiligen Walpurga (auch Walburga geschrieben), deren Heiligsprechung. am 1. Mai erfolgte. Im schwedischen Kalender ist daher der 1. Mai der Walpurgistag, obwohl im römischen Heiligenkalender der 25. Februar der Heiligen Walpurga gewidmet ist. Walpurga (eigentlich Valborg) wurde 710 in Wessex geboren. Sie war Nichte des Heiligen Bonifatius. Zusammen mit ihren Brüdern zog sie nach Württemberg, wo sie Nonne wurde und das Kloster Heidenheim übernahm, das ihr Bruder Wunibald 751 gegründet hatte. Sie starb am 25. Februar 779.

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Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag (lat. "dies florum", "dies palmarum", volkstümlich im evangelischen Bereich Palmarum oder Palmtag, beginnt die Karwoche.
An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten Buchsbaum) werden gesegnet.
In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Messdienern (oft auch von Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluss an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.

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Karfreitag

Der Karfreitag ist der Todestag Jesu. Für die evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.
Karfreitag (althochdeutsch "kara" = Wehklage), bildete im 2. Jh. mit Karsamstag ein "biduum" des Fastens. In der Reformation ist der Karfreitag (Luthers "guter Freitag") halber Feiertag mit Lesen und Predigen der Leidensgeschichte (Passionsharmonie Bugenhagens); später wird er Bußtag, in Preußen zeitweilig Konfirmationstag.
Das Lesen oder Singen der Passion (Johannispassion - wie schon seit dem 4. Jh.! -, meist nachmittags) wurde in verschiedener Weise von Aufklärung und Pietismus kritisiert.

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Ostern



Ostern leitet sich ab von dem Fest der germanischen Göttin Ostara (angelsächsisch: Eastre), Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, mit dem der Frühlingsbeginn gefeiert wurde.
Germanisches Frühlingsfest und christliches Osterfest feiern beide den Sieg des Lebens über den Tod.

In der christlichen Lehre kommt die Ableitung Ostern jedoch vom Wort für die Himmelsrichtung Osten, mit dem der Name der Göttin etymologisch verwandt ist.
Die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen, richteten sich nach Osten zum Sonnenaufgang, da sie glaubten, dass Jesus von dort her auf die Erde zurückkehre.
Deshalb sind auch die Kirchen nach Osten ausgerichtet erbaut worden.

Ostern gilt als das älteste und bedeutendste Fest der Christenheit. Seit dem zweiten Jahrhundert sind Osterfeiern belegt. Sie erinnern an die Auferstehung Jesu Christi nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Ostern ist Sinnbild für Erlösung und den Sieg des Lebens über den Tod.

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin.
Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen frühestens am 22. März und spätestens am 25. April begangen.
Die orthodoxen und altorientalischen Christen orientieren sich an dem Julianischen Kalender, die katholischen und evangelischen am Gregorianischen Kalender.

Am Palmsonntag werden - im Gedenken an Jesus Einzug in Jerusalem - feierliche Prozessionen veranstaltet und Palmen- oder Buchsbauzweige der Christen gesegnet.

Der Gründonnerstag ist seit dem 12. Jh. volkstümliche Bezeichnung für den kirchlichen Gedenktag der Einsetzung des Abendmahls (de coena domini). Die verschiedenen Deutungen des deutschen befriedigen nicht (etwa vom Gebrauch grüner Paramente, von althochdeutsch "Grinen" = "Klagen", vom Essen grüner Kräuter sowie von der nicht sicher erklärten lateinischen Bezeichnung "dies viridium").
Ob sich das Klagen dabei auf die Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in Todesangst verbrachte oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung Jesu bezieht ist nicht geklärt.

Der Karfreitag Karfreitag, (von althochdeutsch "kara" = "Wehklage") ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.

Der Karsamstag auch Ostersamstag genannt, ist der erste Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.

Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag an den Osterfeiertagen. Die Feier beginnt in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag mit einem Gottesdienst. In diesem Gottesdienst wird an die Auferstehung Jesu erinnert.

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Ostersymbole

Das Osterei
Nach alten Mythen ist die Welt aus dem Ei entstanden, bzw. die Götter gehen aus dem Ei hervor. Wer das Ei verzehrt, der verleibt sich nach dem mythischer Denken Kräfte des Ursprungs ein. Die kirchliche Eierweihe ist schon im 4. Jahrhundert nachzuweisen. In dieser Zeit wurden Eier auch schon bunt bemalt, wie Funde aus der Gegend von Worms zeigen. Die Färbung erhöhte ihre Bedeutung, insbesondere mit der Farbe Rot.
Für die einen war die Eischale Sinnbild des alten Testamentes und der Kern des Eies Symbol des neuen Testamentes. Zum Osterfest werde der Kern zur "Nahrung der Gläubigen" .

Der Osterhase
steht als Zeichen der Fruchtbarkeit und wurde bereits der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und auch der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera als heiliges Tier zugeordnet.
Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert.
Der Hase ist das erste Tier, das schon im zeitigen Frühjahr Junge bekommt. Aus dem Grund wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol.
Möglicherweise haben evangelische Familien den Osterhasen als Eierlieferanten im 17. Jahrhundert entwickelt. Er sollte die Eier bemalen, verstecken und legen. Damit wollten die Protestanten sich von den Katholiken distanzieren, deren Fastenbräuche und insbesondere die Eierweihe sie strikt ablehnten.


Das Osterlamm
Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament und steht heute für die unschuldige Hingabe, das Sterben von Jesus, ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden.
Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter dem Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.
Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war ein Lammbraten Bestandteil der österlichen Festtafel. Dann wandelte sich diese Sitte und es gab immer häufiger Hase statt Lammbraten. Damals nahm man keine Rücksicht auf die Junghasen und es fanden Hasenjagden statt, die am Karfreitag beendet sein mussten.
Heutzutage ist das Lamm in den Hintergrund getreten, es werden am Gründonnerstag für das Osterfrühstück die Osterlämmer aus Biskuitteig gebacken.

Osterfeuer

Unser heutiges christliches Osterfeuer entstammt den heidnischen Frühlingsfeuern, die ersten wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht.
Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht. Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird. Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland Holz und Reisig gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet.

Osterwasser
Das Wasser als Zeichen für das Leben und die Fruchtbarkeit wurde zum Gedenken an die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt.
Das Osterwasser geht auf eine vorchristliche uralte heidnische Entstehung zurück, es sollte Augenleiden, Ausschlag und andere Krankeiten heilen, wenn man es aus der Quelle schöpfte.
Man glaubte damals, wenn man sich am Ostermorgen im fliessenden Bach wäscht, immer jung und schön zu bleiben. Um das Vieh vor Krankheiten zu schützen wurde es am Ostermorgen in die Bäche getrieben.

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Weisser Sonntag

Der erste Sonntag nach Ostern ("Dominica in albis") wird als "Weisser Sonntag" bezeichnet, weil in der alten Kirche die Täuflinge am Vortag oder an diesem Sonntag zum letzten Male ihr weisses Taufkleid (lat. alba) trugen. Er heißt auch: "Dominica albis depositis".
Der Samstag vor dem Weissen Sonntag heisst gelegentlich "Sabbatum pasche". Die zweite Osterwoche nennt sich von daher auch: "hebdomada alba" (albaria, in albis). Der Freitag dieser zweiten Osterwoche wird Dreinägeltag, Gekrönter Freitag, Gottestracht, Kronfreitag genannt.
Ursprüngliche galt der Sonntag "Invocabit", erster Fastensonntag oder 6. Sonntag vor Ostern, als Weisser Sonntag, weil in Rom an diesem Tag erstmals die Täuflinge in weißen Kleidern zur Kirche zogen.

Heute findet an diesem Tag die feierliche Erstkommunion statt.

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#Mai

Der Name Mai rührt von Jupiter Maius her, dem Wachstumsaspekt des römischen Gottes Jupiter.

Eine andere Herleitung nennt Maia, die Frau des Gottes Vulkan, als Namensgeberin.

Der Mai ist der Monat der Fruchtbarkeit, der Glück und Liebe bringt.

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Muttertag

"Erfunden" wurde der Muttertag 1907 durch Ann Jarvis (1864 bis 1948) aus Philadelphia, USA. Die Tochter eines Methodistenpredigers wollte ihrer 1905 verstorbenen Mutter, die 11 Kinder großgezogen hatte, ein bleibendes Denkmal setzen und regte einen Gedenktag für alle Mütter an.
1908 wurde der Festtag offiziell in Philadelphia gefeiert. Am 8. Mai 1914 verkündete der amerikanische Präsident Woodrow Wilson, den zweiten Sonntag im Mai künftig in den USA "als öffentlichen Ausdruck für die Liebe und die Dankbarkeit zu feiern, die wir den Müttern unseres Landes entgegenbringen."

Von Amerika kam der Muttertag 1917 in die Schweiz, auch in Skandinavien wird er bereits seit 1919 gefeiert.
In England gab es eine bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Tradition, am dritten Sonntag vor Ostern (Laetare) einen "Mothering Day" zu begehen, an dem man seine Eltern besuchte und beschenkte.
Auch in Thüringen war Laetare, der Mittfastensonntag, allgemeiner Besuchstag mit großzügiger Bewirtung von Verwandten.

In Deutschland feiern wir den Tag seit den Zwanzigerjahren am zweiten Sonntag im Mai.
1933 wurde er zum offiziellen Feiertag. Die Nationalsozialisten missbrauchten ihn, um die Mutter als "Heldenmutter" zu ehren, die den Fortbestand der "arischen Rasse" gewährleisten sollte.
Nach dem Ersten Weltkrieg galt das Gedenken in Deutschland den Verdiensten der so genannten "Weltkriegsmütter", bis nach und nach alle Mütter mit diesem Festtag geehrt wurden.

Nach Kriegsende wird der Tag wieder familiär mit Blumengeschenken und Kartengrüßen gefeiert - gemäß dem aus Amerika kommenden Motto:
"Der Mutter gedenken - der Mutter schenken".

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Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt ist ein beweglicher Festtag im Jahreskreis und wird stets an einem Donnerstag, 40 Tage nach dem Ostersonntag begangen.
In der Hl. Schrift steht: "Den Aposteln hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt. 40 Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen". Seit dem Jahr 370 wird dieser Tag von den Christen gefeiert. Es ist eines der ältesten christlichen Feste!

Im Evangelium des Lukas (Kapitel 24) und in der Apostelgeschichte (Kapitel 1) entschwindet Jesus 40 Tage nach Ostern den Blicken seiner Jünger in Richtung Himmel. Die Botschaft dieser Berichte ist: Jesus ist bei Gott, "sitzend zur Rechten Gottes". Er ist eins mit Gott, aber gleichzeitig uns nah: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".

Den Tag bierselig unter Männern zu begehen, ist eine amerikanische Erfindung aus dem Jahr 1910, die seit den Dreißigerjahren auch in Deutschland gefeiert wird.

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Pfingsten

Pfingsten ist ein beweglicher Festtag im Jahreskreis. Gefeiert wird dieses Fest stets an einem Montag, 50 Tage nach dem Ostersonntag. Es bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises. "Pfingsten" leitet sich vom griechischen "pentekoste" für "der 50. Tag" ab. Pfingsten ist das Fest des Hl. Geistes, welcher am 50. Tag nach Ostern auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren. Im 6. Jht. wurde eine Taube zum Pfingstsymbol des Hl. Geistes erwählt. Im Mittelalter wird der Hl. Geist auch in menschlicher Gestalt dargestellt. Papst Urban VIII. untersagte solcherlei Darstellungen. Ab 1775 ist die Hl. Geist Darstellung nur mehr als Taube zulässig.

Von den kirchlichen Pfingstbräuchen haben sich lediglich noch Flurumritte und Wettersegen erhalten. Auch Pfingstfeuer werden noch angezündet. In Vergessenheit geraten, weil abgeschafft, sind der mittelalterliche Brauch, das "Hl. Geist Schwingen", wobei eine hölzerne Taube durch eine Öffnung der Kirchendecke geschwenkt wurde, sowie das Freilassen lebendiger Tauben die den Kirchenraum durchflogen während der Pfingstliturgie.

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Dreifaltigkeitssonntag

Der Dreifaltigkeitssonntag oder "Trinitatis" (auch : dies trinitatis, dominica trinitatis, Pentecoste clausum, Salvatorstag, Trifeldicheit ) wird am Sonntag nach Pfingsten begangen.
Es ist die Bezugnahme der Glaubenslehre von der Seinsweise des einen Gottes in drei Personen. Dieses Ideenfest geht auf Auseinandersetzungen zurück, die in der Kirche mit dem Arianismus im 3. Jahrhundert begannen. Arius (ca. 280 - 336) hatte einen strengen Monotheismus gepredigt, der Christus, den Sohn Gottes, mit Gott nicht gleichstellte.
Der Arianismus unterlag. Die Kirche sah in Gottvater, dem Gottessohn Christus und dem Heiligen Geist drei verschiedenartige aber gleichwertige Personen des einen Gottes. Ausgedrückt wird dies u. a. durch die Schlussformel (Konklusion) der Gebete, die seit der Liturgiereform lautet:
Durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Fronleichnam

Das große Dankfest für die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes ist Fronleichnam. Der römisch-katholische Feiertag Fronleichnam, das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 10 Tage nach Pfingsten, gefeiert.
Der Name "Fronleichnam" stammt von "fron", "Herr", und "lichnam", "Leib", weist also auf die Elemente der Eucharistie hin.

1264 schrieb Papst Urban IV. dieses Fest in der Folge des Blutwunders von Bolsena für die gesamte römisch-katholische Kirche fest, 1317 legte Papst Johannes XXII. den Donnerstag als Festtag fest.

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Juni

Der Juni hat seinen Namen nach der römischen Göttin Juno, der Göttin der Frauen, der Ehe und der Geburt; in ihrem Namen steckt "juvenis", "jugendlich".

Der Juni heißt auch Brachmond, schon in der zweiten Monatshälfte die Heuernte beginnt.

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Johannistag

Seit dem 5. Jahrhundert wird der 24. Juni als Geburtfest Johannes des Täufers gefeiert. Früher war dies bei den Germanen, Kelten und Slawen der Tag der Sommersonnenwende, die kürzeste Nacht des Jahres: An keinem Tag des Jahres leuchtet die Sommersonne länger.

Es war eines ihrer größten Feste im Jahreslauf. Die Sonne steht dann am höchsten, und sie dachten, dass sie dann am meisten Macht besitzt. Das machte Ihnen Angst. Sie wollten die Fruchtbarkeit ehren und feierten ein Reinigungsfest, bei dem sowohl Wasser als auch Feuerbräuche eine besondere Rolle spielten.

Für das einfache Volk übernahm die Johannisnacht die Rolle der alten Mittsommernacht, in der altem Volksglauben zufolge Hexen und Dämonen los sind und lauter seltsame Dinge geschehen.

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Juli

Der Juli ist nach dem römischen Kaiser Julius Cäsar benannt, der eine Kalenderreform durchführte.

Im katholischen Raum ist der Juli der Blut-Christi-Monat, er beginnt am 1. Juli mit dem "Fest des kostbaren Blutes Christi".
Deutsche Namen des Juli sind Heuert oder Heumond, althochdeutsch Heuertim.; lateinisch. Julius, französisch Julliet, englisch July, italienisch Luglio.

Er entspricht dem jüdischen Monat Ab und dem arabischen Redscheb.

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August

Diesen Monat weihten die Römer der Göttin Juno Augustae; von ihr erhoffte man sich Erhellung des Schicksals.

Die Orakelsprüche der Göttin nannte man "augustae" und wer von ihrem Geist erfüllt war, den nannte man einen Augustus - ein Ehrentitel, der erstmals Kaiser Octavian, dem Gründer des römischen Kaiserreichs, verliehen wurde.

Die Bezeichnung "Auguren" für Seher leitet sich von "augur", "Vermehrer", ab; der Seher bekam seine Fähigkeit von der mehrenden Muttergöttin Juno.

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September

Im alten römischen Kalender war September der siebte Monat, abgeleitet von der Zahl SIEBEN.

An schönen Tagen glitzern morgens überall Spinnweben, die von jungen Spinnen erzeugt werden, die sich daran durch die Luft treiben lassen. Weil die silbrigen Fäden an ergrautes Haar gereifter Damen erinnnern, die einen "zweiten Frühling" erleben, spricht man vom "Altweibersommer".

Ende September beginnt traditionell der alpine Viehabtrieb. Das Vieh wird geschmückt zu Tal geleitet, wo es mit Musik und Böllerschüssen begrüßt wird

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Oktober

Der Monat trägt seinen Namen nach dem römischen Wort für die Zahl ACHT, er war der achte Monat im römischen Kalender.

In diesem Monat hält der Herbst Einzug, die Ernte ist eingebracht und der erste Wein gekeltert, gefeiert werden Erntedank und Kirchweih.

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Erntedank

Der Monat, in dem wir Erntedank feiern, hieß früher Holzmonat (ahd. witumanot), Herbstmonat (ahd. herbistmanot), Havermaent oder Herbstsaat. Die Namen deuten die Vorbereitung auf den Winter an: Holzvorräte müssen angelegt, die Wintersaat ausgebracht werden. Die Bezeichnung September, die im Mittelhochdeutschen schon nachweisbar ist, leitet sich von der Zahl sieben ab, lat. septem. Im altrömischen Kalender (156 vor Christus; Beginn des Jahres: 1. März) war dies der siebte Monat. Als Julius Cäsar den Kalender reformierte (56 vor Christus; Beginn des Jahres: 1. Januar) blieb der Monatsname erhalten, auch wenn der Monat seitdem an neunter Stelle steht.

"Danken" kommt von "denken". Überall auf der Welt, wo sich der Mensch als Teil der Schöpfung begreift, wird er auch andere Teile dieser Schöpfung - wie zum Beispiel seine Nahrung - auf Gott zurückführen und sich zu Dank verpflichtet wissen. Deshalb gab es Erntedankfeste auch in vorchristlichen Religionen, im Judentum (Laubhüttenfest) und bei den Römern. In der katholischen Kirche lässt sich das Erntedankfest schon im 3. Jahrhundert nachweisen. Weltweit gibt es keinen einheitlichen Termin für dieses Fest, erntet man doch in allen Klimazonen zu unterschiedlichen Zeiten. Für Deutschland legte die Bischofskonferenz 1972 den ersten Sonntag im Oktober als Erntedanksonntag fest. In evangelischen Gemeinden ist der Michaelistag (29. September) oder der Sonntag davor bzw. danach Festtag.

Heutzutage ist die kirchliche Erntedankfeier in den Gottesdienst integriert. Erntegaben schmücken den Altar oder werden im Gottesdienst zum Altar gebracht.

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Reformationstag - 31. Oktober

Der Reformationstag wird von evangelischen Christen am 31. Oktober in Gedenken an die Reformation gefeiert.
Am Tag vor Allerheiligen 1517, schlug Martin Luther 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an, um eine akademische Disputation herbeizuführen und leitete damit die Reformation ein.
Dies ist nur eine bildliche Darstellung - seine Thesen hatte Luther in Briefform an mehrere geistliche Würdenträger des Reiches versandt.
Bereits im Reformationsjahrhundert finden sich vereinzelte Jahresfeiern. Zunächst wurden auch der 10. November oder der 18. Februar (Luthers Geburts- bzw. Todestag) als Gedenktage gefeiert; zudem galt der 25. Juni als Tag der Augsburger Konfession als Festtag.
Kurfürst Georg II. von Sachsen setzte 1667 den 31. Oktober an, welcher sich dann durchsetzte, aber nicht in allen Bundesländern gesetzlicher Feiertag ist.























Halloween - 31. Oktober, Vorabend zu Alleiheiligen

Am 31. Oktober ziehen Kinder als Mumien, Zombies oder Frankenstein verkleidet von Haus zu Haus, um anderen einen Schrecken einzujagen und um Süßes einzufordern. Kürbisse werden ausgehöhlt und Fratzen hineingeschnitten. Zum Leuchten werden Kerzen hineingestellt.

Der Brauch mit den Kürbissen stammt von irischen Einwanderern in die USA, diese brachten die Legende vom Trunkenbold Jack O´Lantern mit:
Der Hölle entkommen, aber wegen seiner Sauferei auch nicht in den Himmel aufgenommen, zieht er für alle Zeiten zwischen beiden umher. Eine ausgehöhlte Rübe dient ihm als Laterne. Die mickrige Rübe wurde später durch pralle Kürbisse ersetzt.



Das Fest "HALLOWEEN" geht ursprünglich auf uralte Bräuche zurück, vermutlich von den Kelten, die Anfang November - dem Beginn ihres neuen Jahres - ein Totenfest feierten. Dazu wurden große Feuer angezündet und allerlei getan, um Geister zu vertreiben. Verkleidungen gehörten auch dazu.
Später mischten sich christliche Elemente hinein, in Rom beging man am 1. November das Fest aller Heiligen, und der Vorabend hieß auf Englisch "ALLHELLOWS EVE" - aller Heiligen Abend (1.11.).

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Allerheiligen (1.11.) Allerseelen (2.11.)

In den östlichen Kirchen gab es schon seit Anfang des 4. Jahrhundert Allerheiligenfeste, bei den Byzantinern zunächst als "Herrentag aller Heiligen" am Sonntag nach Pfingsten.

An diesem (Allerheiligen-)Tag wird aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen gedacht. Die Gräber auf den Friedhöfen werden von den Angehörigen geschmückt, bei Katholiken wird das "Seelenlicht" entzündet, das auch noch am darauffolgenden Allerseelentag leuchtet; es ist das Symbol des "Ewigen Lichtes", das den Verstorbenen leuchtet.
In feierlicher Prozession, dem "Gräberumgang" , schreitet der Priester durch die Reihen der festlich geschmückten Gräber und erteilt den Segen.

Allerseelen fällt jedes Jahr auf den 2. November. Dieses Datum geht auf Abt Odilo von Cluny (962 bis 1018) in Frankreich zurück. Dieser diktierte anno 998, dass nach dem Allerheiligentag ein Gedächtnistag folgen sollte, für alle verstorbenen Gläubigen. Unter dem Einfluss der Mönche von Cluny verbreitete sich der Allerseelentag im 11. Jahrhundert. In Rom wurde er erstmals im 14. Jahrhundert gefeiert.

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November

Der November ist nach römischer Zählung der 9. Monat.

In dieser schon recht dunklen Jahreszeit sind Niederschläge sehr häufig, anhaltend treten Nebel auf, zu Monatsbeginn wird an Allerheiligen und Allerseelen der Toten gedacht.

Der Monat November trägt auch den Beinamen Nebelmond, da der Himmel meist grau ist und die Tage dunkler werden. In diesem "Allerseelenmonat" gedenkt man den Verstorbenen.

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Buß- und Bettag

Obwohl der Buß- und Bettag als staatlicher Feiertag bei uns abgeschafft wurde, bleibt er doch ein wichtiger kirchlicher Feiertag. Er fällt regelmäßig auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag der christlichen Zeitrechnung.

Historisch lassen sich die Buß- und Bettage Europas auf die Römische Religion zurückführen. In Krisenzeiten sollte eine besondere Sühne die Götter gnädig stimmen.

Der erste evangelische Buß- und Bettag fand 1532 in Straßburg als Reaktion auf die Türkenkriege statt. Ein einheitlicher Buß- und Bettag wurde erstmals 1852 von der Eisenacher Konferenz vorgeschlagen. Eingeführt wurde er von der Evangelischen Kirche in Deutschland schließlich 1934.

Das Wort "Buße" bedeutet für Christen eine innere Bereitschaft zur Veränderung und Umkehr. Da verbindet sich mit "Buße" viel stärker der Gedanke an Gnade, Hoffnung und Vergebung.

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Volkstrauertag

Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Vorschlag seines bayerischen Landesverbandes zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt.

Nach Gründung der Bundesrepublik wurde der Volkstrauertag 1950 erstmals wieder begangen. In den darauf folgenden Jahren wurde er weniger als ein Tag der kollektiven Trauer verstanden als vielmehr einen Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und zum Frieden.

Nach einer Übereinkunft zwischen der Bundesregierung, den Ländern und den großen Glaubensgemeinschaften wurde der Termin auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr (evangelisch) bzw. den 33. Sonntag im Jahreskreis (katholisch) verlegt. Durch Landesgesetze ist der Tag geschützt.

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Ewigkeitssonntag

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen ordnete 1816 an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen zu begehen.

Im Laufe der Geschichte hat der letzte Sonntag des Kirchenjahres unterschiedliche Namen getragen, weil er eine so vielfältige und gewichtige Botschaft zu bringen hat:
Totensonntag - Der Tod ist für uns die erkennbare äußerste Grenze unseres Lebens, das letzte im Leben eines Menschen.
Ewigkeitssonntag - Man erlebt dankbar jeden Tag des Lebens und will sich damit trösten, wenn die Angst vor dem Sterben über uns kommt.
Sonntag vom jüngsten Gericht - Man wird an das letzte Wort Gottes erinnert, nälich dass ER über unser Tun und Lassen sprechen wird.
Christkönigsfest - An die Macht und die Herrlichkeit Jesu Christi wird erinnert.
Letzter Sonntag des Kirchenjahres - Einmal wird der letzte Tag unseres Lebens sein. Der vor uns liegende Lebensweg wird täglich kürzer "Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens"

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Martinstag

Dieser Martin von Tours, der das Reich der Franken und die von ihnen besiedelten Gebiete geprägt hat, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit nicht durch seinen heldenhaften Tod als Märtyrer, sondern durch sein heroisches Leben erreichte.

Vor mehr als 1.600 Jahren, am 8.11.397, ist der dritte Bischof von Tours gestorben. Martin, personales Bindeglied zwischen Rom und dem Frankenreich, verkörperte modellhaft für Jahrhunderte das neue spätantike Priester- und Bischofsideal:
Ein asketischer Mönch, gebildet und tatkräftig zugleich, für den Kult und Kultur der gleichen Quelle entsprangen, der lebte, was er predigte, der sich vor Christus beugte, um ihn herrschen zu lassen. Am 11. November 1997 wurde zum eintausendsechshundertsten Mal seines Todes gedacht.

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Dezember

Der Monat hat seinen Namen nach dem lateinischen Wort für ZEHN, "decem" und war im römischen Kalender der zehnte Monat.

In den Monat der Wintersonnenwende am 21. fallen hohe Feste vieler Religionen und Kulte. Um die Jahreswende treten die Welten miteinander in Kontakt.
Die Römer feierten die Saturnalien, bei den Germanen waren Sonnenwende und die darauf folgenden Rauhnächte mit dem Julfest am 25. Dezember von höchster Bedeutung.

Das Christentum feiert am 24. Dezember den Heiligen Abend, am 25. und 26. Dezember das Weihnachtsfest.

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Advent

Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft.
Es ist die Zeit der Ankunft von Jesus gemeint. Die Christen glauben, dass Gott in Person seines Sohnes Jesus auf die Erde gekommen ist.
Die vier Adventssonntage stehen im Christentum für die vierfache Ankunft Gottes. Am ersten Advent feiern die Christen die Ankunft Jesu in Jerusalem, wo er als Messias einzog.
Der zweite Advent bedeutet die Ankunft Christi in Macht und Herrlichkeit als Weltrichter.
Am dritten Advent erwarten wir die Ankunft Jesu in unseren Herzen, und der vierte Advent steht für die Ankunft Jesu in Maria.

Die Adventszeit wurde erstmals im 5. Jahrhundert im Gebiet um Ravenna (Italien) gefeiert. Der Sonntag vor Weihnachten wurde der Vorbereitung der Geburt Christi gewidmet.

Der 1. Adventssonntag ist der viertletzte Sonntag vor dem 25. Dezember, die Adventszeit endet am Weihnachtstag. Früher galt die Adventszeit als Fasten- und Bußzeit, in der nicht getanzt und nicht geheiratet werden durfte.

Die Adventssonntag haben je ihr eigenes liturgisches Gepräge:
1. Advent: bedenkt die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag,
2. Advent: dient der Vorbereitung auf den kommenden Erlöser,
3. Advent: stellt die Gestalt Johannes, des Täufers, in den Mittelpunkt,
4. Advent: ist geprägt von der nahenden Freude, er ist in der katholischen Kirche Maria gewidmet.

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Nikolaus

Der echte Sankt Nikolaus lebte 340 nach Christus als Bischof im türkischen Myra. Er galt als barmherzig und sehr mildtätig: Alles, was er besaß und darüber hinaus noch erbetteln konnte, verschenkte er an Arme und an Kinder.

Ganze Kontinente, Asien, Europa und Amerika verehren den Bischof aus Myra. In den Ostländern tragen Tausende von Kirchen seinen Namen. In Europa war Nikolaus der am weitesten bekannte Heilige aller Zeiten. Er gilt als Schutzpatron der Handwerker und der Kinder.

Der Heilige hat üblicherweise einem mit Rute und Kette ausgerüsteten Begleiter (Knecht Ruprecht oder Rumpelbass, Pelznikel, Klaubauf, Gangerl, Bartl, Krampus), der die Kinder beschenkt oder auch wegen ihres unchristlichen Tuns tadelt. Diese dunkle Gestalt an der Seite des Heiligen mag zum einen Teil ein Überbleibsel aus alten germanischen Rauhnachtsmythen sein und zum andere Teil aus einer Legende stammen wonach der Heilige in einem Tempel einen Dämon gebändigt hat.

Im 19. Jahrhundert wurde die Nikolausgestalt immer mehr verweltlicht. Zunehmend wurde er zum Weihnachtsmann oder "Santa Claus".

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Weihnachten



Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.

Und als sie dort waren, kam die Zeit, das sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus,der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen:
Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhrem, sprachen die Hirten untereinander:
Lasset uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Aus dem Evangelium nach Lukas, 2,1-20 (Lit. 4)



Rolf Krenzer

Wann fängt Weihnachten an?


Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du gehst,
so wir du bist,
drauf zu,
dann,
ja, dann
fängt Weihnachten an.

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Weihnachtssymbole


Der Christbaum oder Weihnachtsbaum

wie wir ihn kennen, ist noch keine 400 Jahre alt.
Den Brauch jedoch, die düstere Winterzeit mit grünen Pflanzen als Hoffnung auf neues Leben und Kerzen als Hoffnung auf neues Licht zu schmücken, gab es schon immer.
Die Symbole des germanischen Julbaumes und des Paradiesbaumes des Alten Testamestes verschmolzen miteinander, das Immergrün versinnbildlichte die Geburt Christi, den Beginn des neuen Jahres, die immer wieder neu erwachende Lebenskraft.
Diese Lebenskraft, die in wintergrünen Gewächsen steckte, wurde als Heilkraft gedeutet. So glaubte man sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man dieses zu Neujahr mit Grünem schmückte. Schon die Römer bekränzten ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen.
Das mittelalterliche Deutschland brachte je nach Landschaft Eibe, Stechpalme, Wacholder, Mistel, Buchs, Tanne und Fichte ins Haus.


Der Adventskranz:

Die Sitte des Adventskranzes ist recht jung, sie geht zurück auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern (*1808, +1881), den Gründer des "Rauhen Hauses" in Hamburg.
Er kummerte sich in einem Bauernhaus - das Rauhe Haus - um in Armut lebende Kinder.
Die sollen immer gefragt haben, wann denn endlich Weihnachten sei. Also baute Wichern im Dezember 1838 einen Holzkranz mit 19 kleinen und vier großen weißen Kerzen. An jedem Werktag im Dezember wurde eine kleine Kerze, an den Adventssonntagen eine große Kerze angezündet.

In den darauf folgenden Jahren wurden die Wände des Saals mit grünen Zweigen geschmückt, bis man 1860 auch den Holzreifen mit Tannenreisig umwand:
damit war der Adventskranz geboren. Dieser Brauch hielt zunächst in evangelischen Familien Einzug, 1925 hing in Köln zum ersten Mal ein Adventskranz in einer katholischen Kirche. Der Brauch verbreitete sich inzwischen weltweit.
Immergrünes in der Wohnung gab es schon vor 600 Jahren: Zweige von Wacholder, Misteln und Tannen symbolisierten ungebrochene Lebenskraft, Haus und Hof sollten vor Schaden bewahrt bleiben.
Die Kerzen galten im 14. Jh. als Zeichen der Hoffnung auf eine neue, hellere Zeit. Kerzen in der Adventszeit waren traditionell rot, sinnbildlich für das Blut, welches Christus für die Menschen vergoss. Das Kerzenlicht ist Symbol für Christus, das Licht der Welt.


Der Weihnachtsmann und das Christkind

Martin Luther schaffte um 1535 die Kinderbescherung durch den Heiligen Nikolaus ab, welcher bis dahin Gabenbringer der Kinder war. Ab dann erhielten die Kinder die Gaben durch den "heiligen Christ".
Das Christkind bringt im Süden Deutschlands, Teilen der Schweiz und in Österreich den braven Kindern die Geschenke. Auch werden die Advents- und Weihnachtsmärkte in diesen Regionen Cristkindlmarkt, Cristmarkt oder auch Kindleinsmarkt genannt.
In der ganzen Welt kennen ihn die Menschen als Father Christmas, Sint Nikoloses, Père Noël, Sinterklaas, Nikolaus oder Santa Claus.
Erstmalig taucht das Wort Weihnachtsmann im 18. Jh. auf. Das Christkind wurde in vielen Orten durch den Weihnachtsmann "ersetzt".
1931 beauftragte die "The Coca-Cola Company" den schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom, den "Santa Claus" für eine Werbekampagne zu zeichnen. Sundblom schuf einen sympathischen "Weihnachtsmann zum Anfassen". Seine Vorlage: das Gesicht eines pensionierten Coca-Cola Fahrverkäufers. Wir alle kennen diese Figur:
Der großväterliche Weihnachtsmann mit Pausbacken, stattlichem Rauschebart und einem roten Mantel mit weißem Pelzbesatz.


Die Krippe:

Überall auf der Welt, wo Christen die Geburt Jesu feiern, findet sich die Weihnachtskrippe.
Der Legende nach stand die erste Weihnachtskrippe 1223 in der Kirche des heiligen Franziskus von Assisi. Seine Feier fand in Greccio in einem wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt, doch ohne die Heilige Familie.
Die Historiker vermuten als Ausgangspunkt des Brauches die in Rom verwahrten Krippenreliquien, vor denen die Päpste früher den nächtlichen Weihnachtsgottesdienst feierten.
Durch den Christbaum der ab dem 19. Jh. allgemeine Verbreitung fand, verlor die Krippe ihre Mittelpunktsfunktion .


Der Adventskalender

Erst ca. 1920 erschienen die ersten Adventskalender mit Türchen zum Öffnen auf dem Markt, so wie wir sie heute kennen.
Die Ursprünge lassen sich jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen, als in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt wurden.
Davor kannte man 24 an die Wand oder Tür gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften ("Strichkalender").
Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag bis Heilig Abend. Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr, oder aber eine Adventskerze die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt werden durfte.


der Weihnachtsstern und der Stern von Bethlehem:

Die blühenden Weihnachtssterne, die wir in der Vorweihnachtszeit kaufen können, symbolisieren den Stern von Bethlehem.
Nach Matthäus haben die Magier (die heiligen 3 Könige) einen Stern aufgehen sehen, dem sie dann gefolgt sind, bis dieser über den Geburtsort Jesu in Bethlehem anhielt. Dieser Stern, so ist zu lesen, war den Magiern ein Zeichen und Wegweiser.
Möglicherweise sahen sie Staturn und Jupiter zusammen als einen Stern, denn beide standen im Jahr 7 vor Beginn unserer Zeitrechnung sehr dicht beieinander.

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Die zwölf Raunächte

Mit dem Tag der Wintersonnenwende (21./22. Dezember - "Thomasnacht") beginnen die Raunächte und enden am 5./6. Januar ("Epiphaniasnacht").
Jede Raunacht steht unter dem Einfluss eines Tierkreiszeichens, beginnend mit dem Widder am 25.Dezember und endend mit den Fischen am 05.Januar.

Zum Ursprung des Namens gibt es zwei mögliche Erklärungen:
ERSTENS:

Das Ausräuchern der Ställe, um Unheil abzuwehren.
Aus der "Rauchnacht" wurde "Raunacht":
Die dunklen Winternächte waren in Zeiten ohne elektrisches Licht besonders schaurig. Böse Geister sollten durch Rituale vertrieben werden.

Am 06.Januar, dem Tag nach den Raunächten, gingen die Frauen durch die Häuser und reinigten diese indem sie sie mit Weihrauch ausräucherten und mit Weihwasser besprengten. Das sollte die bösen Geister vertreiben, oder ihnen erst gar keinen Einlass gewähren.
Anschließend schrieben sie mit weißer Kreide die Jahreszahl und die drei Buchstaben K + M + B über die Eingangstür. Diese drei Buchstaben bedeuten sowohl die Namen der "Heiligen drei Könige": Kaspar, Melchior und Balthasar,
als auch den Haussegen CHRISTUS MANSIONEM BENEDICAT (Christus segne das [dieses] Haus).
Seit dem 16. Jahrhundert ist der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die ebenfalls die Initialien C+B+M plus der Jahreszahl auf die Türen malen, nachgewiesen.

ZWEITENS:

Die Beschaffenheit der pelzumrahmten Masken der Perchten:
Althochdeutsch bedeutet "ruh" so viel wie "rau, haarig, behaart". Darauf beruht auch die Bezeichnung "Rauchwaren" für Pelze.
Laut Volksglauben gingen in den oft stürmischen Nächten die bösen Geister um und wollten Schaden für Haus, Stall und Hof. Deshalb bekleideten sich einige Bewohner der Ortschaften mit Fellen, verdeckten ihr Antlitz mit Masken (Perchten) und vertrieben ihrerseits durch noch lauteren und stärkeren Radau und noch wilderes Aussehen die Geister.

Beheimatet ist der Brauch der Raunächte vor allem in Bayern und Österreich. Das Weihen der Ställe ist sogar noch weiter verbreitet: auch in der Schweiz, in Böhmen und in Südtirol. Mit den Perchtenumzügen (mancherorts auch Perschten genannt) wird dort altes Brauchtum auch heute noch lebendig gehalten.



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Silvester

Silvester ist ein männlicher Vorname lateinischen Ursprungs und bedeutet soviel wie "Waldbewohner" oder "der zum Wald Gehörende".
Silvester ist als letzter Tag des Jahres, dem 31. Dezember, nach dem Tagesheiligen, Papst Silvester I. benannt. Dieser Festtag wird von der Kirche seit dem Jahre 354 gefeiert. Der Heilige Silvester I. wurde am 31. Januar 314 als 34. Oberhirte zum Papst gekrönt und starb in Rom am 31. Dezember 335 in Rom.

"Guten Rutsch" geht wahrscheinlich auf den aus dem Jiddischen stammenden Begriff "Rosch" (="Anfang") zurück.
In diesem Sinne also einen "Guten Anfang"!!

Neujahr Papst Innozenz XII. legte 1691 fest, dass der 1. Januar der Neujahrstag sein soll. Vorher wurde der Neujahrstag am 6. Januar gefeiert, danach am 25. Dezember.
Neujahr war und ist weniger ein kirchliches als ein weltliches Fest. In Rom fanden zu diesem Anlass ausschweifende Feierlichkeiten mit Ess- und Trinkgelagen sowie Opfergaben statt. In der Bevölkerung blieben die römischen Neujahrsbräuche erhalten, als das Christentum im vierten Jahrhundert zur römischen Staatsreligion und damit zu einer Massenbewegung geworden war. Im Mittelalter wurde am Neujahrstag das "Fest der Narren" gefeiert mit Lärmen, Schreien, Schlagen (das bedeutete das Austreiben der Sünden, Krankheiten und Dämonen). In dieser Form wurde das Fest in den Fasching übernommen, denn von den Christen wurde dieses "heidnische Treiben" zunächst gänzlich abgelehnt.





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    Dinge, die man als Kind geliebt hat, bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.
Das schönste im Leben ist, dass unsere Seelen nicht aufhören an jenen Orten zu verweilen,
wo wir einmal glücklich waren.

Khalil Gibran