Sabine Elender
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Die Zahlen

- Symbolik und Geschichte -

Die Pythagoräer suchten nach einem unkörperlichen Prinzip, das alle Dinge erklären könne, und fanden es in den Zahlen. Vermutlich hat die pythagoreische Zahlensymbolik ihren Ursprung in Ägypten. Ich nenne aber auch Bedeutungen aus dem Christentum, der Märchen, der Philosophie und der Alchemie, soweit sie mir bekannt sind.

Eins Zwei Drei Vier Fünf Sechs Sieben Acht Neun Zehn Elf Zwölf




Die Eins

SeitenanfangEins

oder Monas genannt, ist die Zahl des EINEN, des Unteilbaren
und damit auch des noch undifferenzierten Uranfangs, in die alle Dinge und Wesen zurückstreben als EINHEIT.

Sie war den Pythagoräern Symbol für einen hermaphroditischen Gott und präsentierte die Form aller Dinge.

Im Christentum steht die 1 für die absolute Einheit Gottes.
Die 1 ist mit der Sonne und den astrologischen Feuerzeichen Löwe, Schütze und Widder verbunden. Sie ist die Zahl der Wiederauferstehung wie bei Jesus oder Osiris und bedeutet Neuanfang, Abschluss mit der Vergangenheit und unbändige Energie.


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Die Zwei

SeitenanfangZwei

die DUAS, verkörpert die Dualität, steht für Verkoppelung, Gleichgewicht, aber auch für Trennung, Gegensatz, Zwietracht - die Polarität schlechthin.

Den Pythagoräern symbolisierte sie die Materie, das Erzeugende, das Weibliche, die ägyptische Göttin Isis.

Im Christentum steht die 2 für Gottes Sohn dem endlichen Menschen.

Die Zahl2 ist zum Mond gehörig.


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Die Drei

SeitenanfangDrei

Die TRIAS der Pythagoräer ist die Vereinigung von MONAS und DYAS, von Form und Materie, einem unendlichen Gott und der endlichen Materie.
Aristoteles berichtet über die pythagoräische Lehre:

Das All ist durch die Zahl 3 vollkommen bestimmt; der Raum hat 3 Dimensionen, die Zeit wird in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeteilt.


Mit der 3 als dem Symbol für den Heiligen Geist wird die Zweiheit aufgelöst und in der 3 der Trinität zu einer neuen, übergreifenden Einheit gebracht.

Ende des 2. Jh. v. Chr. begannen in der frühchristlichen Kirche die Auseinandersetzungen um das Verhältnis von Gott Vater, Jesus Christus und dem Heiligen Geist, denn die Aussagen der Heiligen Schrift waren mehrseitig interpretierbar und in die christliche Trinität waren asiatische, ägyptische und hellenistische Dreifaltigkeitsvorstellungen eingeflossen:
In der hinduistischen Trinität stellt Brahma den Schöpfer dar, Vishnu den Erhalter und Shiva den Zerstörer.
Übertragen bedrutet das: Gott der Schöpfer, Jesus Christus der Vermittler, der Teufel als Zerstörer.

Die Ägyptische Fassung der Trinität würde Gott als Gott der untergegangenen Sonne darstellen, Maria als Isis, die die in alle Winde zerstreuten Glieder ihres Bruders und Gatten Osiris aufsammelt und mit ihm Horus, die aufgehende Sonne (Jesus Christus) zeugt.

Aus der hellenistischen Welt stammt die Vorstellung von Gott Vater, dem unendlichen Geist, Sohn Jesus Christus als der besonderen endlichen Erscheinung und der Heilige Geist als die Einheit beider in einem alles umfassenden Prinzip der Liebe und der Versöhnung.

Die 3 im Christentum:
3 Tugenden: Glaube Liebe Hoffnung
Die 3 in der Alchemie:
Schwefel Salz Quecksilber
Die 3 im Märchen:
3 zu bestehende Prüfungen, 3 zu lösende Rätsel
Die 3 in der Philosophie:
These, Antithese, Synthese (als Prinzip des dialektischen Fortschritts)
Die 3 in der Mathematik:
Das DREI-eck

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Die Vier

SeitenanfangVier

die TETRAS, stand bei den Pythagoräern als Zahl der 4 Elemente, als Verdoppelung der 2 noch vollendeter als die 3.

Sie symbolisiert die Sonne und die Materie. Dementsprechend viele 4-er Systeme stammen aus dem Bereich des Physischen, Materiehaften:

Die 4 in der Materie:
  • 4 Himmelsrichtungen Nord, Ost, Süd, West
  • 4 Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst, Winter
  • 4 Temperamente Sanguinisch, Melancholisch, Cholerisch, Phlegmatisch
  • 4 Lebensalter Kindheit, Jugend, Reife, Alter
  • 4 Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas, Johannes
  • 4 Paradiesflüsse
  • 4 Das VIER-eck
  • 4 Das Kreuz
Die 4 in den Mythen: Der Wagen des griechischen Sonnengottes wurde von 4 Pferden gezogen.

Zeus zeugt 4 Olympgötter: Hermes, Apollo, Artemis, Dionysos.

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Die Fünf

SeitenanfangFünf

ALS Vereinigung der ersten geraden Zahl 2 mit der ersten ungeraden Zahl 3 bedeutete bei den Pythagoräern die Zahl der Hochzeit und der Synthese.
  1. Die 5 Sinne, mit deren Hilfe der Mensch die Verbindung zur materiellen Welt herstellt.
  2. Die 5 Finger einer Hand, die die Welt begreifen wollen (die Hand Gottes)
  3. Die 5 Wunden Christi
  4. Die 5 Das Pentagramm (der Fünfstern)
In China war die 5 das Symbol des Mittelpunktes, die Chinesen kannten 5 Farben, 5 Gerüche, 5Töne, 5 Planeten, 5 Metalle.

Die 5 ist die Zahl des Planeten Merkur.

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Die Sechs

SeitenanfangSechs

galt bei dem Pythagoräern als vollkommene Zahl, da sie die Mitte zwischen der 2 und der 6 bildete. (Die 1 galt nicht als eigentliche Zahl) Im christlichen Symboldenken trägt sie eine ambivalente Bedeutung:
Als heilige Zahl bei den 6 Schöpfungstagen, als Zahl der Werke der Barmherzigkeit. In der Apokalypse hingegen symbolisiert sie das Böse.
666 ist die Zahl des apokalyptischen Tieres.

Ihre Form findet sie im Hexaeder (Würfel), ihr Planet ist die Venus.

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Die Sieben

SeitenanfangSieben

ist die Zahl der Vollendung und der Vollständigkeit. Sie entsteht aus der additiven Vereinigung des Himmelsprinzipes 3 mit dem Materieprinzip 4. Ihre Bedeutung als heilige Zahl geht vermutlich auf die 4 Mondhpasen zu je 7 Tagen zurück. Dementsprechend gibt es viele 7-er Erscheinungen, die die Materie an sich zwar beinhalten, aber in ihrer Summe deutlich über sie hinaus weisen:
  1. 7Weltwunder
  2. 7Körperöffnungen des Kopfes
  3. 7Öffnungen des menschlichen Herzens
  4. 7Wochentage
  5. 7Säulen der Weisheit
  6. 7Planeten (mit Sonne und Mond) im Altertum
  7. 7-armiger Leuchter im Judentum
In der Bibel ist die Rede von
  1. 7Gemeinden
  2. dem Buch mit den7Siegeln
  3. den7Erzengeln
  4. 7Schöpfungstagen
  5. 7Schalen des göttlichen Zorns
  6. 7Todsünden
  7. 7Köpfen des apokalyptischen Tieres
  8. 7Jahre, in denen Salomon den Tempel erbaute
Im Märchen begegnen uns:
  1. Die7Raben
  2. Die7Geisslein
  3. Die 7Zwerge
Aus den Mythen kennen wir:
  1. in Babylon die "bösen"7 - eine Gruppe von 7Dämonen.
  2. in Griechenland:7 Hesperiden
  3. 7 Tore Thebens
  4. 7 Söhne des Helios
  5. 7 Söhne und Töchter der Niobe
  6. Die 7Weisen
In Mythologie und Märchenwelt wird die7 mit Schlaf, Frieden und Tod in Verbindung gebracht.

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Die Acht

SeitenanfangAcht

versinnbildlicht die kosmische Ordnung und das kosmische Gleichgewicht. In der christlichen Symbolik bedeutet die 8 den achten Schöpfungstag, d. h. den Tag der Neuschöpfung des Menschen.
So gilt sie als ein Symbol der Auferstehung Christi und der Hoffnung auf die Auferstehung der Menschheit.

Wir kennen 8 Seligpreisungen und
8 Menschen überlebten die Sintflut.

Im Hinduismus und Buddhismus taucht sie als Anzahl der:
  1. 8 Speichen des Rades der Wiedergeburten
  2. 8 Blätter der Lotosblüte
  3. 8-facher Pfad zur geistigen Vollkommenheit
  4. 8-armiger Gott Vishnu
auf.

Ihre Form ist der Oktaeder (die doppelte Pyramide), ihr Planet die Sonne.
Dargestellt wird sie häujig in der liegenden ACHT, der Lemniskate.

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Die Neun

SeitenanfangNeun

ist die Zahl der Weisheit und der Unwissenheit. Als Dreifaches der heiligen 3 repräsentiert sie die Vollkommenheit. Im christlichen Symboldenken findet sich die 9 in der Anzahl der Engelchöre. Die 9-te Stunde ist die Todesstunde Christi.

Die 9 ist die Zahl, die den Lebensfunken entzündet: Die Entwicklungszeit des Menschen von der Zeugung bis zur Geburt beträgt 9 Monate.

Aus der griechischen Mythologie:
  1. Phyllis wurde am 9. Tag, den sie auf ihren Geliebten wartend verbracht hatte, in einen Mandelbaum verwandelt.
  2. Hephaistos, der das Feuer vom Himmel holte, wurde im Alter von
  3. 9 Jahren mit seiner Mutter Hera vereint.
  4. Die 9-jährigen Monsterzwillinge Otos und Ephialtes (beide 9 Klafter hoch und 9 Ellen breit) versuchten den Olymp zu erklimmen, indem sie den Berg Pelion auf das Ossa - Gebirge stellten.
  5. Alle 9 Jahre entsandten die Athener ihren Tribut von 7 Knaben und 7 Mädchen als Opfergabe an den Minotauros nach Kreta.


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Die Zehn

SeitenanfangZehn

ist Sinnbild der Rückkehr zur Einheit auf höherer Stufe, Symbol des in sich geschlossenen Kreises. Sie wird auch als Totalitätssymbol begriffen, da sie die Summe er ersten vier Zahlen ergibt.

Die Zahl eines abgeschlossenen Ganzen findet sich in den:
  1. 10 Geboten
  2. 10 ägyptischen Plagen
  3. 10 Jungfrauen
  4. 10 Aussätzigen
  5. Den 10 Fingern an beiden Händen
  6. Die 10 bildet die Basis des Dezimalsystems


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Die Elf

SeitenanfangElf

steht in der christlichen Symbolik für die Sünde, die Maßlosigkeit.

Der 11. 11. ist traditionell der Beginn der Faschingszeit.

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Die Zwölf

SeitenanfangZwoelf

ist die Grundzahl des Duodezimalsystems und Symbol der raumzeitlichen Vollendung:
  1. 12 Tag- und Nachtstunden
  2. 12 Monate eines Jahres
  3. 12Tierkreiszeichen
  4. In China und Zentralasien gibt es ein 12-Jahr-Periodensystem
Aus dem christlichen Symboldenken kennen wir:
  1. 12 Söhne Jakobs
  2. 12 Stämme Israels
  3. 12 Edelsteine auf dem Brustschild des jüdischen Hohepriesters
  4. 12 Apostel
  5. 12 Tore des himmlischen Jerusalem
  6. 12 Jünger Jesu


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        Dinge, die man als Kind geliebt hat, bleiben im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter.
    Das schönste im Leben ist, dass unsere Seelen nicht aufhören an jenen Orten zu verweilen,
    wo wir einmal glücklich waren.

    Khalil Gibran