Sabine Elender
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Meine Großmutter Minna Oelschläger wurde am 26. September 1899 in Stöwen, Kreis Dramburg geboren und ist dort mit vier Geschwistern aufgewachsen, zwei Schwestern und zwei Brüdern. Sie war die Älteste und die meiste Arbeit blieb an ihr hängen. Das war zu der Zeit und auf dem Land nicht gerade wenig. Zu den Beschreibungen der Geschwister, die mein Vater so notiert hatte:
  1. Bruder Erich Oelschläger spielte leidenschaftlich Billard. Es ist kein Geburtsdatum verzeichnet, nur das Sterbedatum vom 11. November 1917 im Krieg in Flandern

  2. Bruder Arthur Oelschläger war der Jagd verfallen
    * 25.03.1901 in Stöwen, Kreis Dramburg
      25.10.1929 Eheschließung mit Meta Scheunemann (* 31.03.1906 12.05.1993 in Ahrenviöl)
    08.05.1982 in Osterhever, Kreis Husum
              Kinder:
    • Erwin Oelschläger * 16.12.1933 in Janikow, Kreis Dramburg, keine weiteren Daten vorhanden

    • Edith Oelschläger * 18.07.1935 in Janikow, Kreis Dramburg 26.12.1999 in Ahrenviöl
    •      Eheschließung mit Hans-Werner Hansen (* 01.12.1925 in Husum)
           Kinder:
      • Hannes Hansen * 25.06.1957 in Ahrenviöl

      • Gunda Hansen * 07.05.1960 in Ahrenviöl

      • Sönke Hansen * 06.06.1069 in Ahrenviöl

    • Kurt Oelschläger * 18.01.1931 in Janikow, Kreis Dramburg 1945 in Russland

  3. Schwester Martha Oelschläger die "wilde Katze" der Familie
    * 28.04.1903 in Stöwen, Kreis Dramburg
      12.12.1925 Eheschließung mit Wilhelm Gehrke in Janikow
    1950 in der ehemaligen DDR

  4. Schwester Erna Oelschläger wurde als faul, aber äußerst liebenswert geschildert
    * 08.03.1905 in Stöwen, Kreis Dramburg
      01.10.1927 Eheschließung mit Otto Rojahn (* 14.04.1903 12.10.1972)
    21.05.1988 in Gegensee (Ahlbeck), Kreis Uckermünde


    An meine Großeltern mütterlicherseits habe ich nur eine schwache Erinnerung. Ich weiß noch, dass ich immer gern bei ihnen gewesen bin. Sie lebten in einer winzigen Wohnung im Stadtkern von Kiel, nachdem sie viele Jahre im Lager Eckernförder Chausse verbracht hatten. Diese Einzimmerwohnung lag über einem Hinterhof, auf dem Gebäude einer Kaffeerösterei standen, und es duftete eigentlich immer nach frisch geröstetem Kaffee. Das Schönste an dieser Wohnung war der kleine Südbalkon, auf dem wir uns oft aufhielten.

    Meine Oma und mein Opa waren sehr ruhige und zurückhaltende Menschen, die ich mit meiner Wildheit manches Mal genervt haben muss. Meine Oma erinnere ich als eine blasse stille Frau, meine Mutter schilderte sie als arbeitsam und fleißig, aber auch ängstlich. Mein Opa war ihr wesensmäßig sehr ähnlich. Als Kind hatte er beim Spielen mit Glas ein Auge verloren, was ihn in seinem Leben beeinträchtigt hatte und mich natürlich sehr interessierte.







  5. Nachdem mein Opa, ihr Mann, am 20.02.1966 gestorben war, versank meine Oma in tiefste Traurigkeit und war durch nichts mehr zu einem Lächeln zu bewegen. Sie lebte nun ganz allein in der kleinen Wohnung und wurde rasch dement. Ihre Demenenz schritt schnell voran, und bald musste sie rund um die Uhr von meiner Mutter, meiner Tante und einer Pflegerin für die Nacht betreut werden. Als das nicht mehr aufrecht zu erhalten war, musste sie in ein Pflegeheim umziehen, wo sie am 24.12.1969 starb.